Dr. med. Sylke Reichel-Fentz - Transfusionsmedizin

Kinderwunsch für viele ein wichtiges Thema

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freue mich sehr über Ihr Interesse!

Ablauf von Diagnostik & Behandlung

Die weitere Labordiagnostik zielt darauf, Begleitfaktoren der Invertilität zu erkennen u. zu behandeln.

Details zum Ablauf

Vortrag unerfüllter Kinderwunsch

Reproduktionsimmunologische Fragen beschäftigen neben den IVF-Zentren zunehmend auch andere Fachärzte.

Infos zum unerfülltem Kinderwunsch

Die Praxis

Der Beginn 1991 war gekennzeichnet von begrenzter Diagnostik und wenigen Behandlungsmöglichkeiten - sehen Sie die heutige Entwicklung.

Zur Praxis von Dr. Sylke Reichel-Fentz

Reproduktionsimmunologische Fragestellungen sind hauptsächlich eine Domäne der Labordiagnostik. Da die einzelnen Fakten aber bis heute nicht so eindeutig identifizierbar sind, handelt es sich aber auch in der Labordiagnostik um eine Ausschlussdiagnostik. Es werden über gezielte Untersuchungen Faktoren ausgeschlossen. So wird in jedem Fall zunächst eine genetische Ursache der Infertilität ausgeschlossen. Dies geschieht über eine Chromosomenanalyse beider Partner über die Humangenetik. Wir arbeiten in diesem Bereich mit einem sehr erfahrenen humangenetischen Zentrum zusammen.

Im Weiteren wird auf das Vorliegen von Gerinnungsstörungen untersucht. Hauptsächlich geht es hier um die Erkennung von Thromboserisikofaktoren. Aber auch einige Mangelzustände an Gerinnungsfaktoren, die zu einer Blutungsneigung führen können sind hier von Bedeutung. Wenn auch diese Befunde keine wesentlichen Auffälligkeiten zeigen, rücken v.a. immunologische Faktoren in den Blickpunkt des Interesses. An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die "Übergänge" zwischen Gerinnungsstörungen und immunologischen Faktoren fließend sind, da auch bei Nachweis von Autoantikörper und Immunfaktoren Gerinnungsstörungen auftreten.

Die Labordiagnostik möglicher immunologischer Faktoren der Infertilität teilt sich in zwei wesentliche Bereich:

1. Autoimmune Risikofaktoren:

Die Identifizierung von Autoantikörpern, die bei autoimmunen Erkrankungen vorhanden sind. Selbstverständlich kann hier nur auf die häufigsten Faktoren untersucht werden, die anamnestischen (medizinische Vorgeschichte) Angaben der Patientin werden hierbei natürlich berücksichtigt und sind auch von wesentlicher Bedeutung. Allerdings ist es in nicht wenigen Fällen so, dass Autoantikörper vorliegen können, ohne dass eine klinische Symptomatik vorliegt. Der Nachweis autoimmuner Faktoren führt oft auch zu einer Störung der zellulären Immunfunktion und der Immunbalance.

2. Alloimmune Risikofaktoren:

Diese beziehen sich auf die Konstellation zu fremden Antigenen (Eigenschaften), somit auch auf die partnerschaftliche Konstellation. Dabei wird auch die Reaktionsbereitschaft der zellulären Immunabwehr untersucht. Aktuellere Ergebnisse verweisen teilweise auf die Bedeutung genetisch bedingter Immunreaktionen, wie z.B. die Bestimmung des Killerzell – Immunglobulin – like – Rezeptor-Genotyps (KIR-Genotyp).

Da für eine gesunde Schwangerschaft eine adäquate ausgeglichene Immunfunktion von mitentscheidender Bedeutung ist, wird die humorale und zelluläre Immunfunktion untersucht. Mit sehr differenzierten Untersuchungen kann auf die Aktivität bestimmter immunkompetenter Zellen untersucht werden (Killerzellassay – untersucht die zytotoxische Aktivität der natürlichen Killerzellen). Außerdem kann auf die vorherrschende Immunsituation TH1/TH2-Immunsituation untersucht werden. Dazu bestimmt man die Sekretionsleistung von Zytokinen (Immunbotenstoffen).

Im Endometrium siedeln sich in jeder 2. Zyklushälfte immunkompetente Zellen an. Dies ist sehr von immuntoleranten NK-Zellen geprägt. Auf diese Verhältnisse und Zellen kann untersucht werden, wenn in der 2. Zyklushälfte eine kleine Gewebeprobe entnommen wird.